Buddhistischer Apolog über Segen und Ablehnung

Einmal ging Buddha mit seinen Lehrlingen durch ein Dorf, in dem die Gegner der Buddhisten lebten. Die Dorfbewohner liefen aus ihren Wohnungen, drängten sich um Buddha und dessen Lehrlingen und begannen sie zu beschimpfen.

Die Lehrlinge brausten auf und waren schon bereit Widerstand entgegenzusetzen, aber Buddhas Anwesenheit wirkte beruhigend. Das, was aber Buddha sagte, brachte sowohl die Dorfbewohner, als auch seine Lehrlinge in Verwirrung.

Er drehte sich um und wandte sich an seine Lehrlinge:

-Ihr habt mich enttäuscht. Diese Menschen machen das, was sie meinen tun zu müssen. Sie sind wütend. Ihnen scheint es, ich sei der Feind ihrer Religion und moralischer Werte. Diese Menschen beleidigen mich, und das ist selbstverständlich.

Aber warum seid ihr aufgebracht? Warum habt ihr diesen Menschen erlaubt euch zu manipulieren? Ihr seid jetzt von ihnen abhängig. Seid ihr nicht frei?

Die Dorfbewohner erwarteten so eine Reaktion nicht. Verblüfft und bestürzt wurden sie plötzlich ruhig. In dieser Stille wandte sich Buddha an sie:

-Habt ihr alles gesagt? Sollte es nicht der Fall sein, bekommt ihr noch die Gelegenheit dazu, mir auf unserem Rückweg alles zu sagen, was ihr denkt.

Die Dorfbewohner waren völlig verdutzt und fragten:

-Aber wir haben dich doch beleidigt, warum bist du uns nicht böse?

- Ihr seid freie Menschen und das, was ihr getan habt, ist euer gutes Recht. Ich reagiere darauf nicht. Ich bin auch ein freier Mensch, und nichts kann mich zwingen zu reagieren und keiner kann mich manipulieren oder beeinflussen. Ich bin der Herr meiner Bekundung. Meine Tate resultieren aus meinem inneren Zustand.

Und jetzt möchte ich eine Frage stellen, die euch betrifft. Die Bewohner des Nebendorfes begrüßten mich, sie brachten mir Blumen, Obst und Süßigkeiten. Ich sagte ihnen: Danke, aber wir haben schon gefrühstückt. Nehmt diesen Blumen, Obst und Süßigkeitens mit meinem Segen mit. Wir können das nicht nehmen, wir tragen kein Essen mit. Jetzt frage ich euch: Was machen diese Menschen damit, was ich von ihnen nicht angenommen habe?

Ein Mensch aus der Menge sagte:

Sie haben das alles bestimmt nach Hause mitgenommen und dort ihren Kindern abgegeben.

Buddha lächelte:

- Was werdet denn ihr mit euren Beschimpfungen und Fluchen machen? Ich nehme sie nicht an. Wenn ich das Obst und Süßigkeiten nicht annehme, müssen die Menschen es wieder mitnehmen. Was könnt ihr machen? Ich nehme eure Beschimpfungen nicht an, und somit nehmt ihr eure Last mit nach Hause und könnt mit ihr tun, was ihr wollt.